Zwei Wochen, 17. bis 28. August 2020, 13:30-17.15 Uhr,
mit Anke Gerber und Floris Gerber

Kurspreis € 390 , Early-Bird-Aktion ab € 350

Wie spiele ich klassische Szenen, Stücke, Texte auf eine Weise, dass sie spannend sind?
Lebendig, emotional berührend, lustig gar, heutzutage relevant, und vor allem: verständlich?

Eins ist klar: Wenn die Stücke nicht funktionieren, liegt das nicht an den Stücken. Die sind von den Jahrhunderten, zuweilen den Jahrtausenden ausgewählt. Klippen, die scharfkantig aus dem Mittelmaß-Meer ihrer jeweiligen Zeit herausragen. Goethe, Molière, Shakespeare, Goldoni, Lessing, Aristophanes und Konsorten wussten, was sie taten. Der Rest liegt an uns.

Letztlich sind 3 Dinge Bedingung für das Funktionieren einer klassischen Szene:
Textverständnis.  Ahnung von dem schauspieltechnischen Kontext, für den die Autoren geschrieben haben. Und die Fähigkeiten des Schauspielers.

An diesen 3 Dingen wollen wir arbeiten.

Wir beschäftigen uns mit den Texten. Überwinden unsere Scheu vor der Sprache. Lernen, wie man alte Texte versteht, wie man sie lebendig spricht, wie man sie memoriert. Was man modernisieren darf, und wovon man besser die Fingerchen lässt.

Wir schauen uns historische Spieltechnik an, Techniken der Commedia dell’arte, griechische Chorik, Publikumsarbeit.

Wir üben die Fähigkeiten der Spieler: Bewegungspräzision, Gestik, dialogisches Spiel, Improvisation, Gruppenarbeit; aber auch Präsenz und die Rhythmusarbeit, die für Monologe so wichtig sind.

Der Kurs wendet sich an alle Theaterbegeisterten, die klassische Texte nicht nur gut sprechen, sondern auch kraftvoll und lebendig spielen wollen.
Wir gehen individuell auf den Fähigkeitenlevel eines jeden Teilnehmers ein. Es wird Spaß machen 🙂

Wir zielen dieses Jahr nicht auf eine abgeschlossene Inszenierung, sondern konzentrieren uns auf’s Lernen.

Im Fokus stehen Textverständnis klassischer Texte/Stücke und die Umsetzung in ausdrucksstarke körperliche Aktion/Handlung.

Dafür steht uns ein riesiges Repertoire an Monologen, Dialogen und Gruppenszenen zur Verfügung.

Für alle, die an (Vorsprech-)Monologen arbeiten möchten: bringt einen klassischen Monolog mit (Lessing, Schiller, Kleist, Shakespeare, Goldoni, Moliere, etc), der Euch interessiert, mit dem Ihr Euch schon beschäftigt habt, den ihr schon „an“gelernt habt! (Das ist optional und nicht Voraussetzung für die Kursteilnahme.)

Wir arbeiten wie immer:

zu einem Teil mit Körpertraining,

zum nächsten Teil mit Improvisationen und Experimenten,

und zum wichtigsten Teil mit der konkreten Arbeit an Szenen und Monologen.

Eine große Rolle spielt auch das Zuschauen. Wir üben, das Spiel mit den Augen des Regisseurs zu sehn.

Kurspreis nach Anmeldezeitraum gestaffelt:

bis 31. März 2020: € 350

1. April – 30. Mai 2020: € 370

ab 1. Juni 2020: € 390